Vernetzung & Bündelung der Kräfte schafft Perspektiven
Vereine aus Bottrop & Hamm Gastgeber eines hochkarätig besetzten Workshops für NRW-Hilfsorganisationen im Westbalkan.
„(Gemeinsam) Perspektiven entwickeln für NRW-Hilfsgruppen im Westbalkan“ lautete die Überschrift des Präsenz-Workshops am Wochenende in Bottrop. Federführend organisiert und durchgeführt von der „Aktion Leben & Lernen in Bosnien“ aus Bottrop und den „Bosnienfreunden“ aus Hamm. Beide Vereine gehören zum Netzwerk Bosnienhilfe NRW.
Neben zahlreichen Helfergruppen, Vereinen und Initiativen aus Gelsenkirchen, Bonn, Bottrop, Herten, Hamm oder sogar aus Bad Neuenahr (Rheinland-Pfalz) freute die Gastgeber vor allem die Zusagen von Vertretern der Südosteuropa-Gesellschaft, der Staatskanzlei NRW (Landesregierung) sowie von Engagement Global (Finanzieller Förderer von Projekten u.a. im Westbalkan).
Der Hauptfokus aller Teilnehmenden und Referenten liegt in der weiteren Vernetzung und gegenseitigen Unterstützung aller ehrenamtlichen Akteure in den Westbalkan-Staaten. Soziales Engagement könne in vielen Fällen gebündelt werden, da einige Zielorte der verschiedenen Helfergruppen (bspw. in Bosnien) zum Teil in denselben Regionen liegen.
Vor allem bei Transporten oder bei Zollfragen ist gegenseitige Unterstützung hilfreich.
Wichtig ist allen Teilnehmenden die Unterstützung Ihrer Projekte durch Institutionen oder Behörden wie der Staatskanzlei NRW oder der Südosteuropa-Gesellschaft.
Auch die Frage nach möglichen Förderprogrammen von Engagement Global wurden stark nachgefragt.
Alle Anwesenden waren sich einig und bewusst, dass ehrenamtliches Engagement in den Westbalkan-Staaten auch viele Jahre nach Ende des Balkan-Krieges (endete im Dezember 1995) weiterhin sehr wichtig ist in Hinblick auch auf eine realistische EU-Perspektive eben jener Länder wie Bosnien, Albanien, Mazedonien oder auch Montenegro.
Die aktuelle Krisenstimmung durch neue nationalistische Töne vor allem von serbischer Seite in Bosnien-Herzegowina ist für die NRW-Helfergruppen Anstoß, gerade in unruhigen Zeiten weiter Unterstützung zu leisten. Auch, um dem fragilen Gesamtkonstrukt im Westbalkan Stabilität zu verleihen.